St. Laurentius

 

Die Pfarrkirche St. Laurentius steht auf einer kleinen Anhöhe zwischen Hirzweiler und Welschbach inmitten einer Grünanlage mit einer Lourdesgrotte und in enger Nachbarschaft von dem Friedhof Welschbach, dem Kindergarten, dem alten Pfarrhaus und dem Pfarrheim.

Den Plan für die Kirche, die in den Jahren 1927-1928 gebaut wurde, fertigte der Kreisbaurat Wilhelm Josef Ertz aus Ottweiler zusammen mit dem Dombaumeister Julius Wirtz aus Trier an.

Nähert man sich der Pfarrkirche, dann fällt dem Besucher zunächst der kurze Turm mit der barock anmutenden Zwiebelhaube auf. Dort, wo sonst bei vielen Kirchen eine Uhr solche Türme ziert, ist hier der hl. Laurentius, der Pfarr- und Schutzpatron zu sehen. Dargestellt ist er mit einem Feuerrost, auf dem er der Legende zufolge gefoltert wurde. Unter der Figur des Märtyrers ist die Jahreszahl 1928 zu sehen. Sie verweist auf das Einweihungsjahr der Kirche.

Eine Restaurierung des Gotteshauses, die auch das Deckengemälde in der Apsis miteinbezog, fand 1984 statt.

Das Kircheninnere lädt die Besucher aufgrund seiner warmen Farbgebung gerne zum Verweilen ein.

Zur Ausstattung der Kirche gehört ein kleiner Altar aus Eifeler Basalt, ein Tabernakel, der an der Stelle des ehemaligen Hochaltars steht, ein Ambo mit Darstellung der vier Evangelistensymbole, eine Figur der Muttergottes an der Stelle des ehemaligen linken Seitenaltares, eine Figur des heiligen Josef an der Stelle des ehemaligen rechten Seitenaltares und eine Orgel, die 1955 als Opus 611 von der Orgelbaufirma Späth (Mengen) erbaut wurde. Das sakrale Mobiliar ist von Steinmetzen der Abtei Maria Laach bearbeitet worden.

Unterbrochen wird der Kirchensaal rechts und links von vier Rundsäulen, die das Tonnengewölbe mit einfacher Gesimsumrahmung tragen. In der Apsis und oben hinter der Empore im Turm sind Kirchenfenster zu sehen, die noch aus der Erbauungszeit der Kirche stammen. Sie zeigen Christus und Maria im königlichen Ornat. Diese Darstellung von Maria als „regina coelorum“ auf Augenhöhe mit Christus ist selten. Die übrigen Kirchenfenster sind jüngeren Datums und zeigen Episoden aus dem Leben Jesu von der Geburt bis zum Pfingstfest. Sie wurden von Privatleuten und kirchlichen Organisationen gestiftet.

Das 1984 restaurierte Deckengemälde in der Apsis wurde in den 1950er Jahren von dem Maler Walter Bernstein (Schiffweiler) geschaffen. Es zeigt Christus mit den Worten „Licht“ und „Leben“ und den griechischen Buchstaben „Alpha“ und „Omega“. Ihm zur Seite knien der heilige Laurentius, wieder mit dem Rost, und der heilige Franziskus. Letzterer erinnert daran, dass die Gläubigen zu der Zeit als die Kirche gebaut wurde zur Pfarrei Urexweiler gehörten, deren Pfarrpatron der hl. Franziskus ist.

Bei den Erneuerungsarbeiten im Jahr 1984 wurden auch zwei Wappen freigelegt, die ebenfalls von dem bereits erwähnten Maler Walter Bernstein stammen. Hier handelt es sich zum einen um das Wappen des Trierer Bischofs Franz Rudolph Bornewasser, der zur Gründerzeit der Kirche von Hirz-weiler/Welschbach dem Bistum vorstand, und zum anderen um das des damals amtierenden Papstes Pius XI. Beide Wappen waren im Laufe der Zeit übermalt worden.

Quelle: Gerd Meiser, Eine Kirche hinter den Bäumen, in: Saarbrücker Zeitung, Nr. 239, Ausgabe: 14./15. Oktober 2006, S. E1; St. Laurentius (Hirzweiler-Welschbach), auf: www.de.wikipedia.org; Informationen zur Pfarrkirche St. Laurentius Hirzweiler, auf: www.kunstlexikon.de